Promoter-Talk
Promoter zum Kunden: "Hallo"
Kunde (offenbar Tourist): "Kannst Du bitte englisch reden."
Promoter: "Hello"
Morgen ist Montag
und damit beginnt eine neue Runde der titelgebenden Beschäftigung als Vollzeit- und (im besten Sinne vermutlich auch) Vollblut-Promoter. Da es nun mein erster "richtiger" Beitrag im Blog ist, möchte ich etwas allgemeiner einsteigen.
Im Prinzip mache ich den Job ziemlich gerne. Doch wie viele andere auch, habe ich - vor Jahren - einmal damit angefangen, um mich mit einem lukrativen Nebenjob neben dem Studium, finanziell einigermaßen über Wasser halten zu können. Auch heute würde ich jedem angehenden und praktizierenden Studenten die Sales-Promotion wärmstens ans Herz legen, um nicht als Putze oder Burger-Bastler im Fastfood-Gewerbe zu versauern und sich in den Grenzen der Mindestlohndebatte zwischen Existenz- und Motivationsminimum hin- und her zu bewegen.
Aber apropos Motivation: Ist die Berufsausbildung erstmal abgeschlossen, will man gedanklich irgendwann mal mit den Nebenjobs abschließen und den Weg gehen, den man zuvor über Jahre hinweg gelernt und geübt hat. Absolventen stehen angeblich alle Türen offen und das eigene Ego möchte nur allzu gern an dieser Aussage festhalten. Leider sind es dann nicht alle Türen. Vielleicht nur ein paar versteckte. Vielleicht erst deutlich später...
Nun wird das, was eigentlich als Nebenjob gedacht war, plötzlich zum Alltag und einer Beschäftigung mit Perspektive; und auch finanziell haut es etwas besser hin, als wenn man sich mit Hartz4 arrangieren würde. Diesen Kurswechsel gedanklich hinzukriegen ist vielleicht das Schwierigste an der ganzen Situation.
Aber um jetzt nicht die Lust am Blog und am Job zu vermiesen, gleich der Hinweis:
Hat man das einmal geschafft ergibt sich ein ziemlich guter Einstieg in die Welt der Selbständigen. Man hat quasi nur minimale Investitionskosten (und damit geringe Markteintrittsbarrieren), verdient relativ gut, trifft immer wieder neue und manchmal auch bekannte Gesichter, kann sich in einem gewissen Rahmen den Job und die Arbeitszeiten aussuchen (allein schon um nicht Scheinselbständig zu sein) und lernt - je nach Auftrag - neue Produkte und Dienstleistungen kennen, die sich möglicherweise gleich zu Vorzugskonditionen nutzen lassen.
Die dem gegenüberstehenden Sorgen und Nöte, teilt man mit allen anderen Selbständigen und Freiberuflern, was insbesondere die soziale Absicherung betrifft.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Rente sind da Begriffe aus einer anderen Welt, wenn man nicht selbst Vorsorge betreibt. Auch wenn es oft von einigen Auftraggebern propagiert wird (weil Teamwork so hip klingt) ist man doch eher Einzelkämpfer.
Der Selbständige arbeitet eben selbst und ständig.
Hinzu kommt das persönliche Umfeld und nicht selten fragen die eigenen Eltern, ob man immer noch "diese Promotion" macht und meinen damit nicht etwa eine mögliche Dissertation, sondern ihre Sorge, dass der Nachwuchs zu diesen Abo-Wegelagerern in den Innenstädten gehören könnte.
Warum gehst du nicht zu Onkel Werner in die Werkstatt?
Der gibt dir 'ne Festanstellung, wenn du ihn darum bittest.
aus Die Ärzte "Junge"
Es ist vollbracht!
Mein Blog wurde offensichtlich erstellt und das Bloggen kann beginnen.
Ganz einfach war der Weg bis hierher nicht gerade; galt es doch einen Anbieter zu finden, der mir Noch-Ahnungslosem das Bloggen so erlaubt, wie ich es mir vorstelle. Nun soll es also Google's Blogger aka blogspot sein.
Ab jetzt möchte ich - hoffentlich regelmäßig und in loser Folge - die Welt an meinen Gedanken zur Sales Promotion teilhaben lassen.